„Alles erreichbar.“ Die PfAu-Paten zu Gast bei der Rudolph Logistik Gruppe

Was haben Unternehmen wie Volkswagen, Audi, Porsche und BMW gemeinsam? Sie sind alle Autohersteller
natürlich. Sie sind alle deutsche Autohersteller auch klar. Doch es gibt noch mindestens einen weiteren gemeinsamen Nenner: Sie alle nutzen den gleichen Logistik-Dienstleister.
Die Rudolph Logistik Gruppe, mit Hauptsitz im nordhessischen Baunatal, entwickelt und realisiert Logistik-Dienstleistungen für namhafte Unternehmen von Volkswagen über HiPP bis hin zu Continental mit über 36 Standorten von Portugal über Luxemburg bis zu den Vereinten Arabischen Emiraten. Einer der aktuell am stetig wachsendsten Standorte
befindet sich im Lorscher Industriegebiet. Neben dem Distributionszentrum für Freudenberg Technologies finden sich dort das World Distribution Center für Ersatzteile der Motorenwerke Mannheim GmbH (MWM) und das neue Multi-User-Logistikzentrum, das unter anderem für die Unternehmen MWM, Freudenberg, petsPremium und Evonik Technologies tätig ist. Hier arbeiten 250 der insgesamt rund 2.200 kaufmännischen und gewerblichen Mitarbeiter großes Potenzial für die Ausbildung zu und von Fachkräften. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die Paten der Initiative

„PfAu“ („Paten für Ausbildung“) ihre Fühler ausstrecken erfolgreich, denn am vergangenen Dienstag  traf man sich

Besichtigung

 bei dem Logistik-Dienstleister zum Patentreffen.
Zwar interessierte dabei auch die Struktur des 1946 gegründeten Unternehmens mit den fünf Geschäftsfeldern Automotive, Systemverkehre, Industrie, Konsumgüter und Fulfillment der Fokus lag jedoch auf dessen Ausbildungssituation.

Bei aktuell 46 Stellenausschreibungen weltweit hofften

die Paten darauf, auch einige ihrer Schützlinge vermitteln

zu können. Denn darum geht es bei „PfAu“: um die Unterstützung von Hauptschülern der

Geschwister-Scholl- und Schillerschule bei
der Suche nach dem geeigneten Berufsbild und eine

erfolgreiche Bewerbung.

Doch auch Unternehmen nehmen die Unterstützung

dankend an

immerhin sind geeignete Ausbildungsanwärter oft rar. Die Rudolph Logistik Gruppe bildet in Lorsch seit dem

vergangenen Jahr zwei Fachkräfte für Lagerlogistik aus. „In diesem Jahr werden es fünf gewerbliche und

kaufmännische Auszubildende sein“, erklärt Bereichsleiter Thorsten Krämer, der den Paten die

Unternehmensstruktur zusammen mit Projektmanager Markus Krumpholz erläuterte. Geplant sind etwa zehn bis

15 Prozent Wachstum.
Für Bewerber mit einem Hauptschulabschluss ist vor allem die Ausbildung zu Fachkräften für Lagerlogistik von

Interesse. In der dreijährigen Ausbildung werden die Anwärter auf die Arbeit in einer der großflächigen Lagerhallen vorbereitet. Die Aufgaben von Lagerlogistikern beinhalten im Wesentlichen die Annahme von Gütern, deren

Kontrolle und sachgerechte Lagerung. Dabei werden Lieferungen und Tourenpläne erstellt, sowie Güter verladen und versendet.
Auch tragen Fachkräfte für Lagerlogistik zur Optimierung logistischer Prozesse bei. Die Aufstiegschancen bei der Rudolph Logistik Gruppe sind dabei denkbar günstig: „Die erste Führungsebene als Teamleiter eines etwa acht- bis zehnköpfigen Teams kann recht schnell erreicht werden“, erklärt Thorsten Krämer. Um ein genaues Bild der Gegebenheiten zu vermitteln, führte er mit Betriebsleiter Sascha Ohl, der seine Karriere bei dem Unternehmen
ebenfalls als Lagerarbeiter begann, die Paten und einige Gäste durch zwei Lagerhallen. In der ersten „Standardimmobilie“, in der unter anderem Güter von petsPremium und Freudenberg lagern, bestaunten die

Besucher einen riesenhaften neuen Kran, der 25 Tonnen zu heben vermag.
Die Herausforderung beim Einbau bestand vor allem darin, die Gewichte des Kranes so zu verteilen, dass der

Boden keinen Schaden nimmt.
In der zweiten Halle, die vollständig als Logistikzentrum der Firma Freudenberg genutzt wird, erläuterte Sascha Ohl die Vorgänge auf den vorhandenen etwa 14.000 Quadratmeter quasi „live“. „Die Arbeiter der letzten Schicht des Tages bereiten gerade die Arbeit für den folgenden Morgen vor.
"Morgens ist hier am meisten los“, erläutert Sascha Ohl. Überall an den Wänden finden sich Tafeln mit dem Motto

des Unternehmens. der Weg manchmal und gerade für Hauptschulabgänger steinig sein mag; mit Willenskraft und Einsatz ist früher oder später alles erreichbar. cm