Paten für Ausbildung: Treffen im Alleehotel EuropaSchulnoten nicht immer ausschlaggebend

Als das Alleehotel Europa 1993 eröffnete und seinen Beinamen erhielt, steckte die europäische Idee
noch in den Kinderschuhen und derEuro war eine schöne Zukunftsvision.
Seither hat sich auch im Hotel einiges getan:
Der Name ist treffender denn je und das Hotel fester Bestandteil im Bensheimer Stadtbild.
Die Paten von „PfAu“ („Paten für Ausbildung“) interessierte bei ihrem Patentreffen vor allem die Ausführungen
von Rainer Jabi zur Ausbildungssituation im Hotel. Für die „PfAu“-Paten ist dabei von Bedeutung,
dass es Ausbildungsmöglichkeiten auch für Hauptschüler gibt.
Bei der dreijährigen Lehre zum Koch etwa stehen nicht die Schulnoten im Mittelpunkt des Auswahlverfahrens,
sondern primär handwerkliches Geschick, eine gute körperliche Verfassung, schnelle Auffassungsgabe,
kalkulatorische Fähigkeiten und Teamfähigkeit.
Ähnliches gilt für die ebenfalls dreijährigen Ausbildungsberufe Restaurantfachmann/-frau Hotelfachmann/-frau.
Erstere Ausbildung ist ebenfalls mit einem Hauptschulabschluss möglich. Die Paten betreuen besonders
Hauptschüler mit ungünstiger Berufsperspektive.
Unterstützung bei Bewerbungen Sie unterstützen bei der Berufsfindung, doch auch ganz konkret bei
der Erstellung von Bewerbungen und der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.
Zwar ist ein Hauptschulabschluss auch als Voraussetzung für eine Ausbildung zum Hotelfachmann/-frau denkbar,
doch ist „dann die Frage, was man später damit machen kann“, erklärt Rainer Jabi. Daher empfiehlt er
Hauptschülern, sich eher zum Koch oder Restaurantfachmann ausbilden zu lassen,denn „die
Durchlässigkeit der Berufe ist im Hotelgewerbe durchaus gegeben.“
Allen Ausbildungen gemein ist die Ausbildungszeit von maximal drei Jahren, aber auch die Notwendigkeit
eines vorgelagerten Praktikums – sofern dieses nicht bereits in einem ähnlichen Haus absolviert wurde.
„Wir haben im Schnitt etwa drei Praktikanten, aber nie mehr als sechs, denn das würde zu viel werden“,
so Jabi. Schülerpraktika sind in der Regel auf zwei Wochen angelegt und dienen primär der Orientierung der
künftigen Schulabgänger. „So kann der Schüler sehen, ob er überhaupt für eine Tätigkeit im Hotelgewerbe
geeignet ist“, betonte Jabi abschließend.