Kurzübersicht über Qualifizierungsmaßnahmen,
Möglichkeiten und Maßnahmen für Schulabgänger der
Haupt- und Realschulen (mit und ohne Schulabschluss)
und für andere benachteiligte Jugendliche


o EIBE – Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt, Vorbereitung auf eine Berufsausbildung
oder Berufstätigkeit. Berufsorientierung und Berufsfindung, Integration von ausländischen
Jugendlichen. Erfüllung der neunjährigen Vollzeitschulpflicht. In der Regel 1 Jahr
vollschulisch.
Das Programm wird bis 2013 an der Heinrich Metzendorf-Schule unverändert weitergeführt.
EIBE richtet sich an Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren, die der verlängerten
Vollzeitschulpflicht
oder der Berufsschulpflicht unterliegen, die keine Ausbildugsstelle gefunden haben oder
berufliche Orientierung benötigen.
EIBE vermittelt Einblicke in die Berufswelt (häufige Praktika), bietet sozialpädagogische
Betreuung und gezielte Sprachförderung für Jugendliche und Aussiedler


o BVJ – Berufsvorbereitungsjahr für eine Ausbildung oder Berufstätigkeit, Hilfe bei der
Berufsorientierung,
Förderung im Bereich des Lern-, Arbeits- und Sozialverhaltens. Dauer: Ein Jahr. Für Jugendliche
ohne Ausbildungsvertrag oder ohne Hauptschulabschluss. Erfüllung der 10-jährigen, gesetzlichen
Vollzeitschulpflicht ist Voraussetzung.


o BGJ – Berufsgrundbildungsjahr wird in unserer Region nur für Holz verarbeitende Berufe
angeboten.(vollschulische Ausbildung) Anrechnung auf die Ausbildung in diesem Berufsfeld als
erstes Ausbildungsjahr.
Hauptschulabschluss nach erfolgreichem Abschluss des BGJ möglich.


* EQJ – Einstiegsqualifizierung für Jugendliche unter 25 Jahren. (Seit Oktober 2007 nach neuen
Richtlinien.)
10 Schuljahre müssen absolviert sein. EQJ gilt als betriebliche Berufsvorbereitung und kann auf
die Ausbildungszeit angerechnet werden. Bewilligung nur bei Nachweis von
Bewerbungsbemühungen und nach Nachvermittlungsaktionen. Daher ist ein Beginn erst ab
1. Oktober möglich, dagegen für Altbewerber bereits ab 1. August. Laufzeit mind. 6 Monate,
längstens 12 Monate.
Das Praktikum wird mit monatlich 212.- € für den Betrieb zur Ausbildungsvergütung
bezuschusst, für Sozialabgaben werden nochmals 92.- € Zuschuss gewährt.
Bei sozialpädagogischer Begleitung spez. Bezuschussung; Anträge über IHK oder HWK und
Einschaltung der Berufsberater der Arbeitsagentur.
(Dazu auch Hinweis in der Anlage für Betriebe.)


* BVB – Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen für Jugendliche unter 25 Jahren. 10 jährige
Vollschulzeit muss erfüllt sein. Vermittlung nur über die Arbeitsagentur oder Fallmanager im
Job-Center.
Leistungsträger sind zur Zeit das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und die Kreishandwerkerschaft.
Zuschuss wird längstens für 10 Monate gewährt. Finanzielle Beihilfe monatlich 212.- €

 

Bemerkungen:
* Angebote der Arbeitsagentur,
o Angebote der Heinrich-Metzendorf-Schule. Bensheim
- Sonstige Anbieter


* BAB – Berufsausbildungsbeihilfen: Zuschüsse für Jugendliche in betrieblicher oder
außerbetrieblicher Ausbildung, wenn sie als Bewerber für betriebliche Ausbildung
gemeldet sind.


* FAUB – Fit für Ausbildung und Beruf in Verbindung mit BBZ. Für Jugendlichre mit schwachem oder
keinem Schulabschluss, nach 9 Schulbesuchsjahren. Angestrebt wird die Verbesserung der
Berufsreife durch betriebsnahe Qualifizierung und Vorbereitung auf eine Ausbildung oder
Berufstätigkeit. Für Jugendliche die keine Aussicht auf einen Ausbildungsplatz haben.
Dauer 12 Monate. Eine Verlängerung um ein Jahr ist möglich.
Anmeldung über Arbeitsagentur oder Job Center.


* abH – Nachhilfen für in Ausbildung befindlichen Jugendlichen. Auch möglich, wenn Schwierigkeiten
während der Ausbildung entstehen, es in der betrieblichen Ausbildung nicht so gut läuft oder
schlechte Noten in der Berufsschule gegeben werden mussten. Vermittlung und Finanzierung über
Berufsberater der Arbeitsagentur oder Fallmanager des Job-Centers. Leistungsträger 2008 ist die
Kombrecht-Engel-Schule in Bensheim. Die Maßnahme wurde neu ausgeschrieben.


* BAE – Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen für Jugendliche mit
Lernbeeinträchtigungen und/oder benachteiligten jungen Menschen. Das Angebot für für 2010/2011
ist unverändert. Z. Zt. BBZ mit 50 Plätzen ( Floristen, Gärtner , Verkauf, Lager, Maler,
Tischler, Metallbau, Hauswirtschaft und Friseure). Auch in Darmstadt werden BAE-Plätze
angeboten. In den meisten Fällen wird von der Arbeitsagentur eine psychologische
Untersuchung bei der Arbeitsagentur in Darmstadt gefordert. Möglichst 10 Schuljahre, aber
keine Altersbegrenzung. Aufnahme und Finanzierung über Arbeitsagentur oder Fallmanager.
Erfragt wird auch:
Lebt der Jugendliche in normalen Familienverhältnissen, d.h. arbeiten die Eltern. Erst dann
erfolgt die Bearbeitung über die Arbeitsagentur. Lebt der Auszubildende in einer
Bedarfsgemeinschaft nach Hartz IV dann ist der Kreis „Neue Wege“ -Job Center“ zuständig.
Die Arbeitsagentur fragt in solchen Fällen dort an.


- Berufsfachschule, 2-jährig zur Erreichung des mittleren Bildungsabschlusses an der
Heinrich-Metzendorf Schule oder der Karl-Kübel-Schule in Bensheim. Der Besuch der Berufsfachschulen
ist gegenüber der 10.Klasse Hauptschule zu bevorzugen, da hier auch ein Bezug zur Berufstätigkeit
hergestellt wird. Anmeldungen über die abgebenden Schulen mit einer Übergangskonferenz,
die immer im April stattfindet

Bemerkungen:
* Angebote der Arbeitsagentur,
o Angebote der Heinrich-Metzendorf-Schule oder der Karl-Kübel-Schule
- Sonstige Anbieter


* JoA Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Dies: ist ein Lehrgang, der besonders geeignet ist für
Jugendliche ohne dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, oder schulmüde Jugendliche. Bei Realschul-
abschluss, wenn sie noch keine BVB Maßnahme bei einem Träger besuchen, oder ihren Ausbildungs-
platz verloren haben. Sie behalten ihren Schülerstatus und können versuchen, über weitere
Praktika oder ein EQJ in ein neues Ausbildungsverhältnis einzumünden. Jugendliche, die
ihren schulischen Bildungsgang abbrechen, weil sie überfordert oder psychisch stark
belastet sind oder aus anderen Gründen im Laufe des Schuljahres etwas Begonnenes
vorzeitig beenden.
Kontakt: Frau Bärbel Duckheim, Heinrich-Metzendorf-Schule. Bensheim
Telefon. 05251 – 847943, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

* Sprach- und Integrationskurs wird von der Heinrich Metzendorf Schule angeboten.
An diesem Kurs nehmen Schüler teil, die noch keine oder nicht ausreichende
Deutschkenntnisse besitzen. Man möchte sie dabei unterstützen ihnen einen Weg in die Ausbildung
zu eröffnen. Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 21 Jahren alt
und haben einen Migrationshintergrund. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt.
Anmeldungen über das Schulsekretariat ( 06251-847915 ) oder direkt bei der Kursleiterin Michaela Wiegand
( 0177 7588668 ).


Ausbildungsstellen-Altbewerberprogramm des Landes Hessen. . Das sind Zuwendungen für Betriebe, die neue
Lehrstellen schaffen oder Ausbildungsstellen längere Zeit nicht besetzt hatten.
Das Programm ist ein guter Anreiz für Ausbildungsbetriebe neue Ausbildungsstellen zu schaffen.
Eine Bezuschussung der Ausbildungsplätze erfolgt über das RP Kassel. Die Zuschüsse zur
Ausbildungsvergütung sind für 2008 / 2009:
1. Ausbildungsjahr 50 % der Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr 25 % der Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr wird nicht mehr bezuschusst, da das Land davon ausgeht, dass die
Auszubildenden in ihren Betrieben soweit eingearbeitet sind, dass sie sich selbst tragen.
Dazu gibt es Information für Betriebe.

Ansprechpartnerin ist Frau Schrammel, Telefon 0561-106-3416.

Bemerkungen:
* Angebote der Arbeitsagentur,
o Angebote der Heinrich-Metzendorf-Schule.
- Sonstige Anbieter


Freiwilliges Soziales Jahr / Freiwilliges Ökologisches Jahr kann bei allen sozialen
Einrichtungen wie z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Caritas oder Diakonie, aber auch
im Ausland absolviert werden. Teilnehmen können alle Jugendlichen nach Abschluss der
Vollzeitschulpflicht bis zum Alter von 27 Jahren. Wer anderen Menschen helfen möchte, oder
neue ihn herausfordernde Aufgaben sucht, für den ist ein FSJ  /  FÖJ  das Richtige.
Dauer: 6 – 18 Monate, die Regelzeit beträgt 12 Monate. Ein Taschengeld wird gezahlt, die
Sozialversicherung vom Träger übernommen. Jahresurlaub wird gewährt, Unterkunft
und Verpflegung bezahlt. Meist gelingt der Sprung in eine Ausbildung im sozialen Bereich.




Ausländerproblematik:
Wichtig ist es den Aufenthaltsstatus vor der Lehrstellensuche festzustellen (Eintrag im Pass).
Die Arbeits- bzw. Ausbildungserlaubnis wird nach Rückfrage bei der Ausländerbehörde von der
Arbeitsagentur erteilt, wenn die Schulpflicht erfüllt und eine freie Stelle angeboten
werden kann. In der Regel besteht kein Problem bei der unbefristeten Aufenthaltserlaubnis
oder Niederlassungsberechtigung. Bei befristeter Aufenthaltserlaubnis entscheidet die
Ausländerbehörde/Landratsamt über die Arbeitsgenehmigung. Duldung ist kein sicherer
Aufenthalt, ebenso wie die Aussetzung der Abschiebung. Bei Asylbewerbern ist die Aufnahme
in Fördermaßnahmen nicht möglich.


* iuba Internationale Unternehmen bilden aus. Die IHK Hessen fördert ausländlische Betriebe
und kümmert sich um diese auch im Hinblick auf Praktikums- und Ausbildungsplätze.
Die Sachbearbeiterin in Darmstadt ist Frau Petra Wagenbach
(e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )
Internationale Unternehmen, auch kleinere Existenzen, bieten Ausbildungsplätze an.
Eine Vielzahl von Zuwanderern haben mit großer Risiko- und Leistungsbereitschaft
erfolgreich Betriebe gegründet und damit auch Ausbildungsplätze geschaffen.
Eine Chance auch für Jugendliche mit Migrationshintergrund !



Bewerbungskostenerstattung ist für gemeldete Bewerber bis maximal 260 € pro Jahr möglich.
Beantragung bei der Arbeitsagentur oder Job Center Neue Wege.

Bemerkungen:
* Angebote der Arbeitsagentur,
o Angebote der Heinrich-Metzendorf-Schule. Bensheim
- Sonstige Anbieter


Information für Betrieb über Programme zur Förderung der beruflichen Erstausbildung
im Jahr 2008 / 2009


Dazu gehört das schon genannte Altbewerberprogramm des Landes Hessen.
Ansprechpartner beim RP in Kassel, Frau Schrammel (Telefon 0561 – 106-3416 ).
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


ESF Ausbildung in Partnerschaften / Verbundausbildung
Die genauen Richtlinien und Förderanträge sind bei der IBH, ESF-Consult Hessen,
Wiesbaden erhältlich. Dazu Anlage „Verbundausbildung )


AKZ Ausbildungskostenzuschüsse werden von der IHB Hessen gewährt, wenn unter
Aufrechterhaltung des durchschnittlichen Ausbildungsplatzbestandes der beiden letzten
Jahre ein lern- oder leistungsbeeinträchtigter Jugendlicher eingestellt wird.
Der Zuschuss liegt zwischen 1.800 € und höchstens 6.300 € pro Jahr
Für weibliche Auszubildende, speziell in bestimmten Berufen, die aber nicht benannt werden,
können Zuschüsse von jährlich 2.300 € bis höchstens 8.050 € gewährt werden.
Die Anträge müssen bis zum 20.11. des laufenden Jahres bei der IHB Bank eingegangen sein
Ansprechpartnerin in Wiesbaden ist Frau Häring (Telefon 0611 774-7487 ).


Ausbildungsbonus-Programm des Bundes ist seit 1 Juli 2008 in Kraft.
Es wird im Nachrang zum Altbewerberprogramm des Landes Hessen (RP Kassel ) bei der
Einstellung eines Altbewerbers auf einen zusätzlichen Ausbildungsplatz unter gewissen
Voraussetzungen eine Einmal-Zahlung von 4.000 € bei einer Ausbildungsvergütung bis zu
500 €, 5.000 € bei 500 – 750 € und 6.000 € bei mindestens 750 € an den Arbeitgeber gezahlt.
Start ist Juli 2008 . Auskünfte können bei dem zuständigen arbeitgeberorientierten
Arbeitvermittler eingeholt werden.


Bemerkungen:
* Angebote der Arbeitsagentur,
o Angebote der Heinrich-Metzendorf-Schule. Bensheim
- Sonstige Anbieter

Es unterstützt Sie gerne:
Wolfram Pönitz, Dipl.-Betriebswirt, Pfau-Pate für Ausbildung der Stadt Bensheim,
Telefon: 06251-984695,
e-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Stand Oktober 2009